Alles hätte anders laufen sollen. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich längst in den USA sein müssen, an meinem ersten Spielfilm arbeiten, dieses Leben leben, das ich mir jahrelang vorgestellt habe. Stattdessen ist alles zusammengebrochen. Ich war zu gierig, zu unvorsichtig und habe den falschen Menschen vertraut. Und anstatt rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, habe ich versucht, alles mit halbgaren Zwischenlösungen zu retten. Was daraus wurde, war eine harte Bruchlandung in Berlin, einer Stadt, in der ich eigentlich gar nicht mehr sein wollte.
Das hier ist keine polierte Geschichte. Kein Highlight-Video. Es ist der Anfang von etwas Echtem. Ich habe die höchsten Höhen erlebt und bin durch die tiefsten Tiefen gegangen, und alles, woran ich gerade denken kann, ist ein kompletter Neuanfang. Alles hinter mir lassen und in den USA von vorne beginnen. Aber ein Neuanfang ist nicht schön. Er tut weh. Er ist chaotisch. Und er zwingt dich, dich mit Dingen auseinanderzusetzen, die du lange verdrängt hast. Es gibt Momente, in denen du einfach alles ausblenden willst.
Und dann passiert plötzlich etwas Unerwartetes. Neue Menschen tauchen auf. Künstler, Unternehmer, mein Manager, Menschen, die nicht in die Muster passen, die ich zu kennen glaubte. Menschen, die mich überraschen. Und auf einmal verändert sich etwas. Genau deshalb ist das hier kein klassischer Wochenvlog darüber, was ich gemacht habe oder nicht gemacht habe. Das hier ist ein Tagebuch. Roh, ungefiltert, nicht inszeniert. Die Realität eines Filmemachers, der versucht hat, Unternehmer zu sein und hart gefallen ist, der kämpft, der manchmal in depressive Phasen abrutscht, aber auch Momente von echter Freude erlebt, getragen von Freunden, von neuen Begegnungen, von Ideen, die wieder Hoffnung geben.
Diese erste Folge zeigt genau diesen Anfang. Die ersten Tage zurück in Berlin, mit einer Kamera in der Hand, ohne wirklich zu wissen, was ich sagen soll. Einfach drauflos reden, einfach dokumentieren. Die ersten unbeholfenen Schritte, wieder etwas aufzubauen. Orte betreten, die anders sind. Zum Beispiel eine Bar, die eigentlich keine normale Bar ist, sondern ein Ort, an dem Unternehmer, Investoren und Künstler aufeinandertreffen, in einer Form, die man in Deutschland so kaum kennt. Ein Ort, der auf einer Vision basiert, die sofort greift und dich dazu bringt, Teil davon sein zu wollen.
Gleichzeitig ist da die Realität, etwas Neues aufzubauen. Keine großen Investoren, kein Sicherheitsnetz, nur lange Nächte, permanente Arbeit und der Druck, aus dem Nichts etwas Bedeutendes zu erschaffen. Projekte selbst schneiden, Chaos organisieren, weitermachen, obwohl das Ergebnis noch völlig offen ist. In Deutschland wirkt diese Art zu arbeiten oft fremd. Wochenenden durcharbeiten, alles auf eine Karte setzen, dieses permanente Vorwärtsgehen. Aber genau das ist die Realität, wenn man etwas Eigenes aufbauen will.
Und dann sind da die leisen Kämpfe. Die mentale Seite. Das Gefühl, an einem Ort festzustecken, der sich nicht mehr richtig anfühlt. Diese Phasen, in denen alles schwer wird. In denen Zweifel hochkommen. Für mich wurde das Training im Gym zu einem Anker. Nicht nur Sport, sondern Überleben. Eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen, wieder Kontrolle zu gewinnen, sich selbst zu stabilisieren. Darüber wird viel zu wenig gesprochen, aber es ist eines der stärksten Mittel gegen diese Tiefpunkte.
Gleichzeitig gibt es Begegnungen, die dich daran erinnern, warum du überhaupt weitermachst. Gespräche mit Menschen, die ähnlich denken. Ideen für Plattformen, die Menschen wieder an sich selbst glauben lassen. Künstler, die bewusst ihren eigenen Weg gehen, auch wenn er nicht der einfachste ist. Menschen, denen es nicht nur um Output geht, sondern um Bedeutung.
Und dann gibt es diese Tage, die fast normal wirken. Durch die Stadt laufen, ohne Kopfhörer, einfach alles wahrnehmen. Den Wind, die Menschen, die Geräusche, die Gebäude. Dinge sehen, die man sonst ausblendet. Versuchen, wieder im Moment anzukommen. Diese kleinen Momente werden plötzlich wichtig, wenn alles andere unsicher ist.
In dieser Folge sieht man auch erste Einblicke in das, was im Hintergrund entsteht. Frühe Kollaborationen, Projekte, Ideen, die vielleicht erst in ein paar Jahren vollständig Realität werden. Aufnahmen, Meetings, Vorbereitungen für Drehs, Teams zusammenstellen, Schritt für Schritt etwas aufbauen, ohne genau zu wissen, wohin es führt. Es ist unordentlich, es ist unsicher, aber es ist echt.
Wenn ich zurückblicke, gab es eine Zeit, in der alles ganz anders war. Momente von Erfolg, Erfahrungen, die sich heute weit entfernt anfühlen. Aber alles zu verlieren muss nicht das Ende sein. Manchmal ist es ein Reset. Alles auf das Wesentliche reduzieren und neu anfangen. Nicht als Scheitern, sondern als Neubeginn. Denn solange du Menschen um dich hast, die an dich glauben, die träumen, die dich unterstützen, wird aus jedem Absturz etwas anderes. Kein Ende, sondern ein Hinweis darauf, dass es noch etwas gibt, das aufgebaut werden will.
Das ist erst der Anfang dieser Reise. Von Berlin in die USA. Vom Scheitern zum Neuaufbau. Von Unsicherheit zu etwas Neuem. Mein Name ist Phil und das ist Schnitzel Goes to Hollywood.
Wenn dich das anspricht, begleite die Reise weiter. Und schreib gerne, wo du gerade bist und ob du selbst schon einmal komplett neu anfangen musstest.
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